Thema

Familie und Vatersein

Väter, die zu wenig da sind, sind fast nie Väter, denen die Familie egal ist. Es sind meistens die, die sechzig Stunden arbeiten, damit alles läuft – und abends feststellen, dass sie an genau dem Leben nicht teilnehmen, für das sie arbeiten.

Fünf Texte über dieselbe Familie, aus fünf verschiedenen Richtungen. Es geht um Anwesenheit und darum, was Kinder überhaupt als „da gewesen" verbuchen. Um den akuten Moment der Überforderung, in dem die Geduld reißt, und um die Minuten danach. Um die chronische Variante, in der zuhause aufhört, ein Ort der Ruhe zu sein, weil dort die zweite Schicht wartet. Um das schlechte Gewissen, das keinen Adressaten hat und deshalb auch nicht aufhört. Und um den Konflikt zwischen Job und Familie, bei dem die Fragestellung selbst schon zu schlechten Entscheidungen führt.

Die Texte werten nicht. Sie gehen davon aus, dass du das Naheliegende längst versucht hast, und beschreiben, wo die Kraft tatsächlich hingeht – unter anderem in die unsichtbare Verwaltungsarbeit, die niemand als Arbeit zählt.

Wenn du in Situationen mit deinen Kindern das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren, ist eine Erziehungsberatungsstelle der richtige Kontakt. Das ist ein sachlicher Weg, kein Eingeständnis.

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